Preise und Ehrungen
Elitenförderung im Wortsinn: Die Stiftung unterstützt und lobt Preise und Ehrungen aus – Auszeichnungen, die weniger das Werk prämieren als die Bereitschaft, sich auszeichnen zu lassen.
Auszeichnungen sind das wirksamste Instrument der Elitenförderung, weil sie eine Elite nicht voraussetzen, sondern herstellen. Wo eine Jury tagt, entsteht ein Kreis der Ausgezeichneten; wo ein Preis vergeben wird, entsteht ein Maßstab.
Die Stiftung beteiligt sich an diesem Verfahren auf zwei Wegen: Sie lobt eigene Ehrungen aus und unterstützt Preise, die andere vergeben. Für die Ausgezeichneten ist der Unterschied ohne Bedeutung.
1. Der Fleischmann
Den Anfang macht „Der Fleischmann“, nach eigener Auskunft „Deutschlands zweitwichtigster Kabarett- und Comedypreis der Welt“. Er wurde am 28. August 2026 in der Kulturfabrik Moabit erstmals vergeben. Veranstalter ist Die PARTEI Berlin; die Stiftung präsentierte den Abend und trug ihn mit – unterstützend, nicht ausrichtend.
Wie jede Auszeichnung, die etwas auf sich hält, hat der Fleischmann eine Trophäe mit eigenem Namen: Dirk. Ein Dirk wird nicht verliehen, sondern verschenkt. Er muss weder zurück- noch abgegeben werden, was ihn von den meisten Ehrungen des Kulturbetriebs unterscheidet.
Der Preis kennt keine Kategorien und keine Klassen. Es gibt keine Sparten, keine Nominiertenlisten und keine Zweitplatzierten, sondern allein die Auszeichnung. Wer sie erhält, entscheidet die Jury, und sie gibt es erst am Abend der Verleihung bekannt. Der Jury gehören Martin Sonneborn, Cornelius Oettle, Ahne, Riza Cörtlen und Gott an – letzterer beratend und vorwiegend aus dem Homeoffice. Sie tagt unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ihre Entscheidungen sind endgültig.
Vergeben wurde an diesem Abend außerdem die „Netti“, der Revolutionäre Nominierungs-Nachwuchspreis, benannt nach Annett Duden Glatzer. Sie ist das genaue Gegenstück zum Dirk: Wo dieser keine Kategorien kennt, kennt die Netti sämtliche – und alle sind ihr gleich wichtig. Eine Verleihung ist nicht vorgesehen, denn die Nominierung ist der Preis.
Die Laudationes hielten und die Dirks übergaben Direkt- und Abgeordnetenhauskandidat:innen von Die PARTEI Berlin. Für die Stiftung ist das Format damit auch ein Weg, ihre Arbeit über den engeren politischen Kreis hinaus sichtbar zu machen: Kulturförderung, die nicht als Förderung auftritt, sondern als Preisverleihung.
2. Weitere folgen
Weitere Preise und Ehrungen sind in Vorbereitung. Sobald feststeht, was ausgelobt oder unterstützt wird, steht es an dieser Stelle.